Aktuelles

Kurzgeshichte - vorwärts

#kurzgeschichte, #vorwärts

Die anderen gingen vorwärts. Ich folgte.

Ich war eine „Folgerin“. Habe nicht einmal widersprochen, als sie mich zurück gelassen haben. Wäre niemals voraus gegangen. Eher hätte ich mich von einem Virus befallen lassen und im Krankenbett verkrochen.

Als „Folgerin“ fühlte ich mich wohl. Kein Neuland betreten, keine eigenen Entscheidungen treffen, keine Wünsche äußern, auch wenn sie inwendig brodelten.

Du denkst, das sei anstrengend? Ja anstrengend schon. Immer folgerichtig zu handeln erfordert viel logisches Denken, um den nächsten Schritt der anderen vorherzusehen, damit man ja nicht auf die Überholspur gerät.

Talente hatte ich und anpacken konnte ich auch. Nur im Rampenlicht steh’n das wollte ich nicht. Nicht in Realität. In der Fantasie schon.

Ich ärgerte mich zwar, wenn andere taten, was ich hätte tun können und dafür geachtet wurden. Warum wurde ich übersehen, wo ich es doch genau so gut konnte?

Ich war auf die Umsicht der anderen angewiesen. Sahen sie sich jedoch nicht nach mir um, wurde ich vergessen. Mein aufopfernde Zurückhaltung löste bei den anderen Ärger und Ablehnung aus.

Unverstanden und zutiefst gekränkt zog ich mich in mein Schneckenhaus zurück. Leckte meine Wunden und zerfloss in Selbstmitleid, bis irgendwann durch das Leck meines Stolzes etwas anderes zu fließen begann.

Meine innere Kraftquelle bahnte sich ihren Weg durch Verhärtung, Verletzung und Selbsttäuschung. Die Füße begannen ihren Weg zu gehen, ohne auf andere zu treten. Erst einen, dann zwei Schritte. Vorwärts immer weiter, umsichtig um anderen, die sich noch duckten, die Hand zu reichen.

Gehen wir! Vorwärts!

Aktuelisiert vor 4 Minuten

Kurzgeschichte - meine Schwefelquelle

#kurzgeschichte, #schwefelquelle

Schon morgens beim Aufwachen raunte mir Gott ins Ohr: „Geh zu deiner Schwefelquelle!“ Auch während des Frühstücks hörte ich seine Stimme, die ich zu ignorieren versuchte, immer wieder: „Es ist bereits der vierte Tag im neuen Jahr und du warst noch nicht bei ihr!“

„Ich mag sie nicht! Sie stinkt, sie ist ätzend, sie kann vergiften und töten, du weißt es doch selber am besten!“

Gott kann hartnäckig, nervtötend und ausdauernd sein.

Also packte ich mich warm ein und stapfte los. Der Weg würde sich ergeben, so wie ich mich seinem Drängen. Vorbei an erwachenden Häusern, die langsam ihre Fensterläden hoben. Es war rutschig. Führte er mich aufs Glatteis? Egal! Einmal im Jahr besuchte ich meine Schwefelquelle. Sie war im Winter leichter zu finden als im Sommer. Sie schmolz mit ihren heißen Dämpfen den Schnee und das Eis und bereitete sogar ein Heilbad, wenn man den richtigen Zugang fand. Die Schritte führten mich hinaus aus dem Ort hinein in unwegsames Gelände. Eine Pistenraupe eroberte sich den hinter mir liegenden Hügel, zerdrückte meine Spuren, lenkte Aufmerksamkeit auf sich.

Meine Beine hatten sich längst verselbstständigt und führten mich weiter. Wangen und Nase eiskalt, der Rumpf heiß, das Herz jagte das Blut in rasantem Tempo durch meinen Körper und ließ meine Gedanken ruhig werden. Sogar Gottes Stimme schwieg.

Eine Nebelschwade brachte den unverkennbar fauligen Geruch meiner Schwefelquelle zu mir. Mein Atem vermischte sich mit den Dämpfen und ich wagte mich näher.

Mein Geist wurde kristallklar: „Such das reine Element, das Reinigende, das Schmerzstillende und lass ab von gefährlichen Verbindungen, die deine Sinne trüben und dich lähmen! Bade in ihr, in deiner Quelle!“ Weder erfror ich, noch hat sie mich vergiftet! Vielmehr stieg ich gestärkt aus dem Bad heraus und konnte den ätzenden Sprühregen mit meinem Humorschirm abfangen.

„Wir sehen uns wieder, nächstes Jahr! Gottes Stimme wird mich bestimmt daran erinnern!“

Aktuelisiert vor 8 Tagen

Kurzgeschichte - Weihnachten

#kurzgeschichte, #weihnacht

Seit Monaten, Jahren, vielleicht Jahrzehnten bewegte sich Mena auf der immer gleichen Straße. Der Weg war in der Nacht leichter zu finden als am Tag. Seltsamerweise verlor sie bei Vollmond schneller die Orientierung als bei Neumond. Die schmale hauchdünne Mondsichel schien ihre beste Freundin zu sein. Wie mit einer zarten Feder gezeichnet bildete sie den Anfang einer Botschaft, die Mena selber vervollständigen konnte. Jeden Monat aufs Neue. Jeden Monat die Gewissheit von Neubeginn.

Mena bewegte sich auf der Milchstraße. Die Sterne flossen wie Honigtropfen süß und würzig in ihren Mund und wahren ihre einzige Nahrung.

Sie hatte es sich längst angewöhnt tagsüber zu schlafen. Zu oft hatte sie sich im lauten, grellen Lichtertrubel verletzt und verirrt.

Wenn Mena das Gehen zu anstrengend wurde, scheute sie sich nicht, den Stier an seinen Hörnern zu packen und ihn zu reiten. Taurus fegte in Lichtgeschwindigkeit über die Milchstraße bis sie ganz schwindlig wurde. Manchmal legte sie sich auch nur auf den Rücken des sanften Einhorns und verfiel in einen traumlosen Schlaf bis Sirius, der große Hund sie mit lautem Gebell weckte.

In dieser Nacht war es anders.

Mena hörte eine wunderbare Melodie. Die Sterne schienen zu pulsieren und sie begann zwischen ihnen zu tanzen. Ein Komet fiel in ihr Treiben ein und sprühte Sternenstaub auf die Planeten. Sie selbst wurde immer unbeschwerter, leichter, jünger bis sie wie ein Neugeborenes nackt auf das Mitgefühl ihrer Umgebung vertraute.

Aktuelisiert vor 20 Tagen

Yoga und Behütung

#yoga, #behütung, #palme

Sei behütet! Das bedeutet, beschützt zu sein vor Unwetter und gleißender Sonne, vor zerstörerischen Stimmen, vor neidischen Blicken, vor Missgunst und Habgier. Nur so können wir uns aufrichten und wachsen und unsere kreativen Talente zum Wohle aller zum Ausdruck bringen.

Die Palme bietet mit ihrem Blätterdach Schutz. Dattel- und Kokospalmen sind gut verwurzelt, tragen reichlich Früchte und werden über 100 Jahre alt.

Stelle dich aufrecht, verschränke die Finger ineinander und drehe die Handflächen nach außen. Bring nun die gestreckten Arme über den Kopf und richte den Blick nach oben, wenn du magst. Stehe auf den Zehenspitzen und dehne deinen ganzen Körper. Denke dabei: “Ich bin behütet, wachse der Sonne entgegen und lass meine Talente blühen!“

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Verletzlichkeit

#yoga, #verletzlichkeit

Wenn sich der Körper auf Rückzug einstellt, mit Schwäche, Unfall, Krankheit,… reagiert, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich seiner Verletzlichkeit zu widmen. Die Signale des Körpers als präzise Hinweise wahrzunehmen und sich gut um sich zu kümmern. Das heißt nicht, in die Opferrolle zu verfallen, sondern vielmehr in Ruhe darauf zu achten, sich selber Zuwendung und Akzeptanz zu schenken.

Die Stellung des Kindes erinnert unseren Körper und unsere Emotionen an die Geborgenheit im Fruchtwasser. An das All-umsorgt-sein!

Gehe in den Fersensitz, öffne die Knie, wenn du magst, lass die großen Zehen sich berühren. Lege den Oberkörper nach vorne ab und die Arme neben deine Beine. Deine Stirn ist am Boden und deine Schultern sinken tief. Entspanne Rücken und Nacken und fühle: “Ich bin geborgen, mit Liebe und Nahrung versorgt!“

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Kraft

#yoga, #kraft

Manchmal hat man des Gefühl, kraftlos und erschöpft zu sein. Irgendwie energielos.

Wie kommt man in die eigenen Kraft? Jeder Mensch braucht Liebe und Struktur, um wachsen und sich frei entfalten zu können.

Der Diamantsitz ist eine YOGA Position, die uns diese Eigenlieben wieder bewusst werden lässt. Ein Diamant hat eine klare Struktur, klare Lichtbrechung, Widerstandsfähigkeit und ist tief im Erdinneren, im Dunkeln entstanden. Es Bedarf großer Selbstliebe um dieses Dunkle in mir anzunehmen. Nur dadurch wird der Diamant geschliffen und sein wertvolles Funkeln wird zum Reichtum aller.

Gehe in den Fersensitz, stelle die Zehen auf, sodass die Fußsohlen gedehnt werden. Lege die Hände auf die Oberschenkel, schließe die Auge und sage dir innerlich: “Ich bin kraftvoll und wertvoll wie ein Diamant. Meine Liebe bringt mich zum Erstrahlen!“

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Tod

#yoga, #tod

Was heißt es, dem Tod begegnen?

Zurückkehren in ein NICHTS. Dem Verstand ist es unmöglich zu begreifen, wohin das Leben sich auflöst. Es ist auch mit unseren Händen nichts mehr fassbar. Das Greifbare löst sich auf in Unbegreifliches. Materie verwandelt sich. Geist und Seele gehen mit ihren Erfahrungen ein in ein NICHTS / ein ALLES / das GÖTTLICHE.

Dieses NICHTS ist die Voraussetzung, dass wieder etwas entstehen kann, dass du schöpferisch tätig sein kannst, dass du überhaupt geboren bist.

Gefühle der Angst, der Trauer, der Wut entstehen durch Gedanken an Schmerzen und den Tod. YOGA hilft, unsere wild galoppierenden Gedanken zu zähmen und uns mit der Vorstellung des Todes zu versöhnen.

Lege dich in die Totenstellung (Savasana) oder Schlaf des Yogis.

Du bist in der Rückenlage, Beine, Arme und Hände sind leicht geöffnet. Handflächen zeigen nach oben. Die Fersen sind am Boden, Zehen fallen nach außen. Dein Rücken wird lang und das Gewicht sinkt nach unten. Dein Gesicht ist entspannt, du atmest ruhig und gleichmäßig. Beobachte einfach wohin dein Atem und deine Energie fließen. Du entleerst dich und bist verbunden mit dem ALLES und NICHTS.

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Entschlossenheit

#yoga, #entschlossenheit

Bist du auch manchmal so zögerlich? Weißt nicht, wofür du dich entscheiden sollst? Welcher Schritt wohl der richtige ist? Vor- und Nachteile schwirren durch den Kopf. Dabei hat sich dein Herz schon längst entschieden und deine Seele weiß den Weg.

Es gilt nur noch, den Verstand zur Ruhe kommen zu lassen, damit er in Klarheit denken und die Herzensentscheidung wahrnehmen und umsetzen kann.

Die Stellung des Kriegers (z.B. Krieger 1) hilft uns dabei. Mache einen Ausfallschritt. Rechtes Bein ist vorne, Knie abgewinkelt (exakt über dem Knöchel) und die Zehenspitzen schauen nach vorne. Hinterer linker Fuß ist ca 45° nach außen gedreht. Die Körperlast trägt das vordere Bein und die Außenkante des hinteren Fußes. Drehe das Becken nach vorne, mache die Arme lang und zieh sie über den Kopf nach oben. Atme durch die Nase ein und sage innerlich oder laut: „Ich bin dankbar für die klare Entscheidung meines Herzens!“ Atme aus und wiederhole ein paarmal.

Wechsle dann zur anderen Seite und sage neuerlich: „ Ich bin dankbar für die klare Entscheidung meines Herzens!“

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Integration / Vereinigung

#yoga, #integration, #vereinigung

Stelle dir dieses Bild vor:

So wie unser Körper nur durch den Zusammenhalt und das Zusammenspiel, von Haut, Muskeln, Sehnen, den Organen, Blutkreislauf,… bewegungsfähig ist, so sind wir, als ganzheitliche, kreative Menschen nur dann bewegungsfähig und stark, wenn wir Gedanken, Gefühle und körperliche Empfindungen integrieren / vereinen.

Du kennst sicher Situationen, in denen Gedanken und Gefühle ein Eigenleben führen. Du bist unruhig und rastlos. Gedanken oder Sorgen kreisen ständig in deinem Kopf, du wirst von Gefühlen überschwemmt.

Es geht nicht darum, diese Gedanken und Gefühle zu kontrollieren oder sie wegzuschieben. Es geht darum, ihnen einen Platz einzuräumen, auf dass sie sich in Stärke und heilende Kraft verwandeln.

Gehe zum Beispiel in die Stellung des Herabschauenden Hundes. Spüre wie dein Rücken lang wird, die Schultern tief gehen, die Hinterseite der Beine sich dehnen. Die Hände und Füße (oder Fußballen) sind gut im Boden verankert. Lass den Kopf und den Nacken locker. Du bildest mit Mutter Erde einen Kreislauf. Gib deinen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen einen Platz und lass sie dann in den Boden absinken. Du entleerst deinen Geist, deine „Hirngespinste“ und damit das Durcheinander deiner Gefühle. Mutter Erde nimmt alles auf, „kompostiert“ und verwandelt mit Wohlwollen.

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Gesundheit

#yoga, #gesundheit

Du möchtest dich im neuen Jahr leichter aufraffen, aufrichten, aufgerichtet durch den Tag, durch das Leben gehen?

Durch YOGA Stellungen – Asanas - können wir eine aufrechte Körper – und Geisteshaltung einnehmen, uns und anderen Halt geben, Stellung beziehen.

Du möchtest leichter mit deinem Stress klar kommen, im Alltag inne halten, ab und zu auf Pause drücken?

Der ATEM hilft uns.

Wenn es möglich ist, schließe die Augen, lass den Atem durch die Nase einströmen, entspanne dabei deine Lippen und lass den Atem durch die Nase ausfließen. Spüre die kurze Pause in der Atemleere und lass die Luft wieder durch die Nase zu dir kommen.

Du möchtest gerne diesen FLOW in dir spüren?

Leben ist BEWEGUNG.

YOGA unterstützt uns, Bewegung und Atem in Einklang zu bringen. Unser Körper wird geschmeidiger, Widerstände weichen auf, Schmerzen werden gelindert oder verschwinden. Gesundheit und Wohlgefühl breiten sich aus.

Aktuelisiert vor 25 Tagen

Yoga und Ehrlichkeit

#yoga, #ehrlichkeit

Geht es dir auch manchmal so, dass du lieber eine Ausrede gebrauchst, oder gar jemand anderen für etwas beschuldigst, nur damit du aus einer Situation herauskommst. Wir Menschen neigen dazu, von eigenen Unzulänglichkeiten (die meist nur in unserem Kopf bestehen) abzulenken. Dabei sind wir uns und anderen gegenüber unehrlich oder nicht aufrichtig.

YOGA hilft uns in die Aufrichtigkeit, die Körper und Geist gut tut und uns auf unseren Seelenpfad führt.

Stehe in der Berghaltung. Füße gut am Boden, Beine geschlossen, Gesäßbacken ein wenig zusammengedrückt, die Wirbelsäule wird lang, der Kopf zieht nach oben, Arme und Schultern ziehen durch die Schwerkraft entspannt nach unten. Atme ein paarmal durch die Nase ein und aus und sag innerlich: “Ich bin dankbar für meine Aufrichtigkeit!“

Wenn du willst, nimm die Arme über den Kopf nach oben, schiebe das Becken nach vorn, neige den Oberkörper leicht nach hinten, behalte die Gesäßbacken zusammengedrückt und wiederhole innerlich: „Ich bin dankbar für meine Aufrichtigkeit!“

Aktuelisiert vor 25 Tagen